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Blackbox Abschiebung -
blind spot deportation

In jedem Jahr werden etwa zehntausend Menschen aus Deutschland abgeschoben. Die Öffentlichkeit erfährt selten etwas über die Geschichten dieser Menschen. Wird doch über sie berichtet, endet die Berichterstattung fast immer an der Landesgrenze. Was aus den Menschen wird, wenn sie das Land, das für viele von ihnen längst zur Heimat geworden ist, verlassen müssen, bleibt fast immer unbekannt. Sie verschwinden und werden vergessen.

Das Ausstellungsprojekt „Blackbox Abschiebung“ versucht, die Lebensgeschichten von einigen dieser „Abgeschobenen“ zu dokumentieren. Dazu werden Menschen, denen die Abschiebung bevorsteht, zu ihrer Lebensgeschichte befragt. Sie nehmen eine Fotokamera mit auf den Weg in die Abschiebung und berichten als Fotografen und Reporter des Projekts über ihr Leben nach der Abschiebung. Die Speicherkarten der Kameras schicken sie zurück nach Deutschland.

Aus dem gesammelten Material entsteht eine Ausstellung, die an verschiedenen öffentlichen Orten im Bereich der Ruhr.2010 und im Internet zu sehen sein wird und einen Blick in die „Blackbox Abschiebung“ ermöglicht.

Ein Projekt der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010. In Zusammenarbeit mit dem institute for Studies in Visual Culture, gefördert vom Fonds Soziokultur.

Interkultur

von Mark Terkessidis

Taschenbuch: 220 Seiten
Verlag: Suhrkamp Verlag (Februar 2010)
ISBN 3518125893
Suhrkamp Amazon

 

Es ist egal, woher die Menschen, die sich zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Polis aufhalten, kommen und wie lange sie sich dort aufhalten. Wenn erst einmal die Zukunft im Vordergrund steht, dann kommt es nur noch darauf an, dass sie jetzt, in diesem Moment anwesend sind und zur gemeinsamen Zukunft beitragen.

 

 

Regieren im Bildraum

von Tom Holert

Broschiert: 340 Seiten
Verlag: B-Books (November 2008)
ISBN: 3933557798
b_books Amazon

 

Wenn die Arenen des Visuellen und des Politischen in eins fallen, welche Handlungsmöglichkeiten bleiben dann? Manipulation, Sichtbarkeit und Evidenz werden durch dieses Buch als Elemente einer Gouvernementalität der Gegenwart – eines Regierens im "Bildraum" (Walter Benjamin) – lesbar.